Impressum

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Entstehung und Hintergrund

Der Krankenhaus Pass ist ein Projekt der Vorarlberger Landesregierung.

Nach einer längeren Abstimmungsphase zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderung im Krankheitsfall, wurden Ende 2014, angeregt von Labg. Gabriele Nussbaumer, das Büro für Zukunftsfragen und die gemeinnützige Organisation Kairos eingebunden.

Nach zwei Workshops mit Angehörigen, Ärzteschaft, Krankenhausverwaltung und Pflege wurde klar, dass viele Forderungen nach Verbesserung der Situation im System der Krankenhäuser nur schwer umzusetzen sind und, dass entsprechende budgetäre Ressourcen derzeit nicht verfügbar sind. Es zeigte sich auch, dass es zahlreiche Situationen gibt, in denen die herausfordernde Begegnung von Menschen mit Kommunikationseinschränkungen mit Personal der Krankenhäuser bereits sehr gut gelingt.

Gleichzeitig gibt es immer noch vereinzelt Situationen, in denen schon kleine Missverständnisse zu großen Problemen führen.

Durch die Landeskrankenhäuser wurde angeregt, neben Menschen mit Behinderung auch Menschen mit anderen Kommunikationseinschränkungen in Betracht zu ziehen. Die Zahl von Demenzerkrankten in den Krankenhäusern steigt rasch an. Die Kommunikation mit ihnen ist heraus- fordernd und erfordert neben Geduld und Verständnis auch grundlegende Informationen zum Patienten.

Viele Organisationen der professionellen Kranken-
und Behindertenbetreuung verfügen bereits über unterschiedlichste Instrumente, wichtige Informationen zu Klienten an die Krankenhäuser weiterzugeben (Pflegebegleitschreiben, Verlegungsberichte etc.).

Gemeinsam ist ihnen, dass es keine einheitlichen Standards gibt und sie daher in den Krankenhäusern auch aufgrund des teilweise großen Umfangs zu wenig wahrgenommen und genutzt werden können.

Auf Anregung von TeilnehmerInnen der beiden Workshops wurde die Kairos gGmbH im März 2015 mit der Entwicklung und Produktion eines geeigneten einheitlichen Instruments beauftragt.

Entwicklung Krankenhaus Pass

Erster Schritt des Entwicklungsprozesses war die Identifikation von existierenden Werkzeugen im In- und Ausland. Neben den unterschiedlichen Ausprägungen von Verlegungs- berichten und Notfallmappen im deutschsprachigen Raum stand der in England verwendete „Hospital Passport“ im Zentrum der Recherche. Dieses Werkzeug wird seit 2006 vom Nationalen Gesundheitssystem (NHS) angewendet und existiert je nach Diagnose in unterschiedlichen Varianten.

Basierend auf der Analyse existierender Werkzeuge, sowie auf Erfahrungsberichten aus Sozialeinrichtungen und Krankenhäusern in Österreich, wurden erste Proto- typen für den Krankenhaus Pass entwickelt. Neben der Konzipierung der Inhalte galt es, ein passendes Format für Vorarlberg zu finden. Ziel war es, ein haltbares und handliches Dokument mit Signalwirkung zu entwickeln, welches auch durch Angehörige ohne größeren Aufwand erstellt und bei Bedarf aktualisiert werden kann.

Aus dieser Aufgabenstellung ergab sich ein A6 Mäppchen mit Kunststofffächern im Inneren. Dieses erlaubt ein einfaches Einlegen und Austauschen der über eine Website zu erstellenden Inhalte.

Während der unterschiedlichen Entwicklungsschritte
wurde Konzept und Prototyp eng mit Akteuren aus
Pflege-, Sozial- und Gesundheitsbereich abgestimmt.
Die Rückmeldungen und Vorschläge der befragten Personen waren bei der Konzeption und Entwicklung des endgültigen Krankenhaus Passes von maßgeblicher Bedeutung.

Am 24.11.2015 wurde der Krankenhaus Pass
in seiner letzten Version von den Auftraggebern, sowie von den zuständigen Landesräten
für Gesundheit bzw. für Soziales freigegeben.